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Tour Nord

Diese Tour führt Sie an folgenden Stationen vorbei: Torfsockel, Naturdenkmal Stieleiche, Kösterkuhle, Renaturierte Fischteiche, Moorreste, Grenzstein,Teich am Voßberg, Biotopverbund Kanaldamm undTorfsockel

Torfsockel (Prinzendamm)
Nach 1900 wurde das Moor im Norden der Gemeinde Tornesch durch Torfgewinnung weitgehend abgebaut. Es wurde neben dem Torf als Brennmaterial gleichzeitig landwirtschaftliche Nutzfläche gewonnen. Warum diese kleine Fläche nicht abgetorft wurde, ist unbekannt. Man kann an diesen Resten bis heute die Mächtigkeit der Torfschicht ablesen. Heute gilt diese Fläche als gesetzlich geschütztes Biotop/Naturdenkmal.

Naturdenkmal Stieleiche (Wachsbleicher Weg/Haidmoor)
Diese Stieleiche gehörte zum ehemaligen hier gelegenen Lohmannhof. Sie wurde wegen ihres Alters und ihrer Schönheit als Naturdenkmal eingestuft.

Kösterkuhle
Die Kösterkuhle, die noch heute nach ihrem damaligen Besitzer benannt wird, ist entstanden aus dem Abbau von Kies Anfang des vorigen Jahrhunderts. Dabei hat das Gewässer nur eine Tiefe von 2-4 Metern. Das Gelände ist seit Jahren an den Sportangelverein Uetersen/Tornesch
e.V. verpachtet, der das Gewässer als Angelteich nutzt und gleichzeitig den Baumbestand unterhält.

Renaturierte Fischteiche (Loheisterweg)
Diese ehemaligen Angelteiche wurden von der Stadt Tornesch zu Biotop-Flächen umgebaut. Dazu wurden die Teiche stellenweise vertieft und die Ufer abgeflacht. Der zu starke, ortsuntypische Bewuchs wurde zurückgeschnitten und gleichzeitig wurden Initialpflanzungen vorgenommen.
Der Bürger wird zwar an das Biotop herangeführt, aber nicht hinein, da sich ein Rückzuggebiet für Flora und Fauna entwickeln soll. Bitte nehmen Sie Rücksicht. Zwei Tafeln geben naturkundliche Hinweise zu den Teichen.

Moorreste (Grenzweg)
Das Liether Moor/ Esinger Moor reichte noch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts von der Nordgrenze der Gemeinde bis etwa an die heutige Straße „Am Moor“. Im 20. Jahrhundert setzte hier durch die Torfgewinnung dann eine intensive Nutzung ein. Viele Straßennamen im Moor belegen heute die Herkunft der Torfabbauer (Neuendeicher Weg, Moorreger Weg, usw.). Den besten Eindruck vom Moor hat man bei einem Spaziergang durch den Grenzweg. Der Birkenbewuchs ist ein typischer Vegetationsfolger auf abgetorften Moorflächen und kann bei entsprechenden Wasserständen über Jahrtausende wieder zur Vermoorung führen. Beispiele für die ehemalige Mächtigkeit der Torfschichten sind die sogenannten Torfsockel am Kummerfelder Weg und am Prinzendamm.

Grenzstein
Am Voßberg in Ahrenlohe in der Nähe der Hofstelle Schmidt steht der behauene Granitfindling, der als Grenzstein der ehemaligen Herrschaft Pinneberg zur Grafschaft Rantzau diente. Er ersetzte einen abgängigen Holzpfahl aus dem Jahr 1742. Der Stein ist wie folgt beschriftet:
H P = Herrschaft Pinneberg
C 7 = Christian der 7. (dänischer König)
1782 = Datum der Grenzsteinsetzung
N O 5 = laufende Nummer des Steines
Die Dörfer Esingen, Ahrenlohe und der Tornescher Hof gehörten zur Herrschaft Pinneberg.

Teich am Voßberg
Dieser Teich ist Anfang der 1970er Jahre im Zusammenhang mit dem Bau der Autobahn 23 entstanden. Seinerzeit hat man zunächst mit Baggern, dann im Spülverfahren hier Kies für den Autobahnbau gewonnen. Von der ursprünglichen Tiefe von 20 m sind heute im
Maximum noch 14 m übrig. Er befindet sich in Privateigentum.

Biotopverbund Kanaldamm
Dieser schmale Streifen inmitten intensiver landwirtschaftlicher Nutzung durch Baumschulflächen soll langfristig einen Biotopverbund zwischen den westlich und östlich gelegenen Birkenwaldflächen erbringen. Dazu wurde der vorhandene Bewuchs beseitigt und die Fläche der freien Entwicklung preisgegeben (Sukzession). So haben sich auch hier vorwiegend Birken ausgesät, die vorübergehend mit einem Wildschutzzaun geschützt werden müssen. Nach Entfernung des Zaunes wird dies für das Wild eine ideale Brücke zwischen den vorhandenen Wäldern sein.
Eine Tafel gibt Hinweise zum Lebensraum Steinhaufen. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Kanaldamm über den Pastorendamm zum
Kummerfelder Weg werden Informationen über die landwirtschaftliche Nutzung gegeben. Eine naturkundliche Tafel weist auf eine charakteristische Baumgruppe hin.

Torfsockel (Kummerfelder Weg)
Kleine, nicht abgetorfte Restmoorfläche. Sie gilt als gesetzlich geschütztes Biotop/Naturdenkmal.

Dokumente

Lokale Agenda-Gruppe

Die Agenda-Gruppe der Stadt Tornesch bestand aus folgenden Personen: 

Anneli Babener, Ursula Erber, Annette Schlapkohl, Dietrich Czerwatzki, Wolfgang Griesing,
Hans-Joachim Wohlenberg, Harald Meyer, Franz Meyer, Harm Johannsen, Markus Ilchen sowie
Rainer Lutz

Begriffe

Lokale Agenda 21: 1992 wurde auf der UN-Konferenz in Rio de Janeiro ein Maßnahmekatalog beschlossen, der weltweit die Verminderung des Ressourcenverbrauchs zum Ziel hat. Motto der Lokalen Agenda: Verantwortung übernehmen für die Eine Welt und im Kleinen damit beginnen. Statt einer Landes-Agenda wird in Schleswig-Holstein die Vernetzung vieler örtlicher Projekte angestrebt, dazu gibt es Förderprogramme.

Abschiedshaus: Regionale Bezeichnung für das Altenteiler-Haus. Das Haus, in das nach der Hofübergabe der Abschied-nehmende Bauer einzieht.

Verkoppelung: Landaufteilung im 18. Jahrhundert, wobei die Landstücke eingefriedet werden mussten mit Hecken und Buschwerk – deswegen der Name Verkoppelung. So entstand die typische schleswig-holsteinische Knicklandschaft. 1788 in der Gemeinde Esingen durchgeführt.

Bäume als Naturdenkmal: Sieben einzeln stehende Bäume auf Tornescher Gebiet sind von der Unteren Naturschutzbehörde als „Naturdenkmal“ eingestuft worden aus ästhetischen, landeskundlichen oder altersabhängigen Gründen. Sie dürfen nicht gefällt werden.

Kulturdenkmal: In der Gemeinde Tornesch gibt es zwölf einfache und ein ins Denkmalbuch eingetragenes Kulturdenkmal. Letzteres unterliegt strengen Erhaltungsvorschriften.

Zweiständer-Fachhallenhaus: Die tragende Funktion des Gebäudes übernahmen bei diesem Bauernhaustyp im Innenraum zwei Reihen frei stehender Ständer in Längsrichtung des Gebäudes.

Hufe: Bezeichnung für die ganze bäuerliche Hofeinheit, keine Maßeinheit. Durch Hofteilungen kam es zu Teilhufen.