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11.01.2019

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Der 27. Januar ist nationaler Gedenktag in Deutschland. Er erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus. Seit dem Jahr 2001 führt die Gemeinde/Stadt Tornesch jährlich eine Gedenkveranstaltung durch.

Aus diesem Anlass möchten wir auf folgende Veranstaltungen aufmerksam machen:

Film: Frau in Gold Sonntag, 27.01.19; 11.00


Mit einer Einführung von Annette Schlapkohl, Historikerin
Zu dem Anlass – Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus - möchten wir Ihnen den Film "Frau in Gold" zeigen. Die Historikerin Anette Schlapkohl führt in das Thema ein.
Filminhalt: Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten 1938 in Wien berauben die Nazis der jüdischen Familie ihrer Kunstsammlung und vertreiben sie aus der Stadt. Die Tochter Maria Altmann wird in den USA ansässig. Gut 50 Jahre später beschließt sie, zurückzuholen, was rechtmäßig ihr gehört. Vor allem das wertvolle Gemälde "Goldene Adele" will sie wieder in den Besitz ihrer Familie bringen. Auf dem Jugendstil-Porträt ist ihre Tante Adele abgebildet, verewigt vom berühmten Maler Gustav Klimt. Die Wiener Behörden, die das Gemälde mittlerweile im Schloss Belvedere haben ausstellen lassen, geben das Nazi-Raubgut nicht so leicht her...
Uetersen, Burgkino, Marktstr. 24
Gebühr: € 6,50


Einweihung der Gedenktafel am 27. Januar 2019, 14.00 Uhr


Wir erinnern an eine Opfergruppe, die in der menschlichen Behandlung noch unter den zahlreichen Zwangsarbeitern stand, die in Deutschland gearbeitet haben: die sowjetischen Kriegsgefangenen. Ab Juni 1942 wurde unter Regie der Gemeinde Tornesch ein Kriegsgefangenenlager für Sowjetsoldaten geplant, errichtet und bis Kriegsende 1945 betrieben. Am ehemaligen Standort im Lindenweg erinnert zukünftig eine Gedenktafel an das Geschehen.
Standort: Lindenweg, Höhe Supermarkt REWE gegenüber der Bushaltestelle Zauberflöte.
Einführende Worte spricht Historikerin Annette Schlapkohl, Stadtarchiv Tornesch.


Ausstellung des KZ Neuengamme und Museum für Kunst und Gewerbe


Dienstag, 29.01.19; 9.30 - 16.30 Uhr
Rosemarie Weber
Wir besichtigen an diesem Tag zuerst die Ausstellung des KZ Neuengamme in der Diele des Hamburger Rathauses. Diese zeigt die Häftlingsarbeit in der Stadt Hamburg, sowie die damit verbundenen Außenlager im Stadtgebiet. Nach einer Mittagspause werden wir das Museum für Kunst und Gewerbe besuchen. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg -MKG- unterstützt alle Bemühungen nach Aufklärung der Vergangenheit im Sinne des Washingtoner Abkommens von 1998. Eine Wiedergutmachung oder Rückgabe von Kulturgütern, deren Herkunft zweifelsfrei dem Tatbestand der Beutekunst oder Raubkunst zuzuordnen sind, steht bei eindeutiger Beweislage außer Frage. Dies gilt in gleichem Maße für Erwerbungen aus jüdischem Besitz, deren Umstände des Verkaufs als verfolgungsbedingt im Nationalsozialismus anzusehen sind. Geführt werden wir durch die Ausstellung von Frau Dr. Silke Reuther. Seit 2010 ist sie am MKG für die Provenienzforschung verantwortlich. Es werden die aktuellen Forschungsergebnisse und die damit verbundene Fragestellung präsentiert. Nach dieser Führung treten wir die Rückreise nach Tornesch an.
Gebühr: € 29,00
Anmeldung über die VHS Tornesch-Uetersen; Tel: 401540